Regionalität soll mehr sein als ein Wunsch

Die Politik fordert Regionalität, doch die bürokratischen Hürden sind für kleine Betriebe kaum zu bewältigen.

Von allen Seiten werden Regionalität und regionale Wertschöpfungsketten gefordert. Das ist auch im Sinn vieler Verbraucher, die beim Fleisch kaufen aber auch zum Beispiel bei Gemüse auf Regionalität und gesunde Lebensmittel achten. Ob aus konventioneller Landwirtschaft oder Bioherstellung spielt bei der Regionalität keine Rolle.

In jedem Fall sind die bürokratischen Hürden für kleine landwirtschaftliche Betriebe und regionale Handwerksbetriebe wie Fleischer und Bäcker oft nicht zu bewältigen. Die Dokumentations- und Kennzeichnungspflichten sowie baurechtliche Erfordernisse übersteigen die beschränkten Möglichkeiten regionaler Betriebe. Darauf machen der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) aufmerksam. Die Verbände fordern unterstützung von politischer Seite.

Anforderungen unbürokratischer gestalten

Die Anforderungen sollten verhältnismäßig, bürokratiearm und pragmatisch ausgestaltet werden. Das ist das Ergebnis einer Veranstaltung von DBV und ZDH während der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Als notwendig erachten die Verbände auch ein Zukunftsprogramm zur Förderung regionaler Wertschöpfungsketten von Landwirtschaft und Handwerk.

Wie erkennen Verbraucher Regionalität?

Ein Thema auf der Veranstaltung „Hohe Ansprüche versus politische Realitäten – Sind wirtschaftliche Wertschöpfungsketten wirklich gewollt?“ war auch die ersichtliche Kennzeichnung ein Thema. Denn in der Diskussion wurde auch deutlich, dass Nahrungsmittel häufig viel regionaler sind, als es für den Verbraucher ersichtlich ist. Ohne weitere Labels einführen zu wollen, gelte es, die Regionalität transparenter zu machen, so die Verbände. Die Verbraucher sollen gezielt auf regionale Ernährung hingewiesen werden. Angesichts der gemeinsamen Herausforderungen vereinbarten der ZDH und DBV künftig noch enger zusammenzuarbeiten.

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