Praxistipp: Borkenkäfer-Holz konservieren

Wegen Borkenkäfer-Befalls geschlagene Bäume können durch Einschweißen konserviert werden.

Hunderttausende Kubikmeter Fichtenholz liegen in den Wäldern und drohen zu verrotten. Die Holzlager der Sägewerke sind voll. Gleichzeitig müssen ständig weitere Fichten aufgrund des Befalls durch Borkenkäfer gefällt werden. Das Zentrum Wald und Holzwirtschaft (ZWH) des Verbandes Wald und Holz NRW hat erfolgreich Folienlager für die Konservierung von geschlagenem Holz getestet. Die Stämme werden dabei eingeschweißt.

Borkenkäfer werden abgetötet

Fichtenholz ist viele Jahrzehnte haltbar, wenn es zu Dachstühlen oder Regalen verbaut ist. Frisch geschlagene Fichten sind aber leicht verderbliche Ware. Sie verlieren schnell an Wert, wenn sie nicht rechtzeitig im Sägewerk weiterverarbeitet werden. „Unter luftdichten Folien soll das Holz jahrelang frisch bleiben. Innerhalb weniger Tage ist sämtlicher Sauerstoff unter den Folien verbraucht. Die Borkenkäfer sterben, alle Verrottungsprozesse werden gestoppt und die für die Weiterverarbeitung wichtige Holzfeuchtigkeit bleibt erhalten“, erklärt ZWH-Leiter Dr. Bertram Leder.

Nur hochwertiges Holz rentabel

Bei Kosten von etwa 15 Euro pro Festmeter lohnt sich die aufwendige Folienkonservierung allerdings nur bei sehr guten Holzqualitäten. „Für die großen Mengen Industrieholz, die zurzeit anfallen, rechnet sich der Aufwand nicht,“ so Leder. Folienlager sind aus wirtschaftlicher Sicht nicht risikolos. Bleibt die Folie dicht und die Holzqualität hoch, kann sich die Investition lohnen. Denn nach der Borkenkäferkrise rechnen Experten wieder mit steigenden Holzpreisen. Wird das Lager undicht, verlieren Waldbesitzer das Holz und die Investition in das Lager.

Die Broschüre „Holzkonservierung im Folienlager“ kann kostenlos auf der Internetseite von Wald und Holz NRW als PDF geladen werden.

Foto: Wald und Holz NRW/Karin Müller

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.