Pflanzenschutzspritzen überprüfen

Bei einer fehlenden Plakette droht ein Bußgeld oder Prämienkürzungen.

Auf die Wichtigkeit, die Pflanzenschutzspritzen instand zu halten und alle drei Jahre vom TÜV überprüfen zu lassen, weist der niedersächsische Bauernverband Landvolk hin. Im Einsatz sollen die Geräte exakt die gewünschte Menge auf dem Acker verteilen. Dazu brauchen die Pflanzenschutzspritzen besonders intensive Pflege. Regelmäßige Reinigung von innen und außen ist grundsätzlich Pflicht, zudem müssen Düsen, Schlauchverbindungen und Dichtungen überprüft werden, damit nichts tropft.

Neben der Dichtigkeit testen die TÜV-Prüfer die Anhänge- oder Anbaugeräte auf Verkehrs- und Betriebssicherheit. Kleinere technische Mängel können direkt vor Ort behoben werden, stehen größere Reparaturen an, hat man sechs Monate Zeit, diese zu beheben. Die Spritzenüberprüfung kostet zwischen 150 und 300 Euro. Nach bestandener Prüfung wird eine Plakette am Gerät angebracht, die den technisch einwandfreien Zustand belegt. Eine fehlende Plakette wird bei einer Cross-Compliance-Kontrolle des Betriebes mit einem Bußgeld oder einer Prämienkürzung geahndet.

Nur mit Sachkundenachweis bedienen

Regelmäßiges Training ist nicht nur für Betriebsinhaber Pflicht. Angestellte auf landwirtschaftlichen Betrieben dürfen ebenfalls nur mit einer entsprechenden Befähigung die Spritzen bedienen. Der Sachkundenachweis gilt für den Einkauf und das Ausbringen. Die entsprechende anerkannte Schulung muss auch alle drei Jahre nachgewiesen werden. Die Schulungen werden von der zuständigen Landwirtschaftskammer, vom Pflanzenschutzamt oder anderen Unternehmen angeboten.

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