Pflanzenschutzmitteln: Absatz weiter rückläufig

Bauernpräsident Joachim Rukwied begrüßt, dass weniger Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, mahnt aber zur Vernunft.

Der Absatz von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland war 2019 weiter rückläufig. Das geht aus dem Jahresbericht zum Absatz an Pflanzenschutzmitteln des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hervor.

Weniger Absatz von Herbiziden und Fungiziden

Der Rückgang um insgesamt 6,7 Prozent ist auf die trockene Wetterlage zurückzuführen. Die Nachfrage nach Herbiziden ist um 6,5 Prozent, Fungizide um 10 Prozent zurückgegangen. Pflanzenschutzmittel mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat sind um 11,3 Prozent weniger geworden. Herbizide befinden sich seit 2012 im Abwärtstrend.

Pflanzenschutzmittel werden gezielt eingesetzt

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, bewertet die Entwicklung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes in Deutschland positiv: „Der weitere Rückgang belegt, dass wir auf einem guten Weg sind, Pflanzenschutzmittel gezielter und effizienter einzusetzen.“  Pflanzenschutz sei notwendig, um Ernten und Qualitäten abzusichern und Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten – im klassischen und im ökologischen Anbau. Er hebt aber hervor, dass Landwirte eine breite Palette an Wirkstoffen brauchen, um Krankheiten und Schädlinge bekämpfen zu können. „Wir Landwirte passen den Einsatz der Mittel sehr bewusst und zielgenau den Herausforderungen an und müssen im Notfall schnell reagieren können“, so Rukwied. Eine pauschale Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln, wie von Teilen der Politik gefordert, lehnt er deshalb ab.

Foto: Franz W./pixabay.com (Symbolbild)

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