Pflanzenschutz: Vorteile der nächtlichen Arbeit

Pflanzenschutz nachts durchzuführen mindert nicht nur Abdrift, sondern schützt auch Insekten.

Landwirten wird oft unterstellt, dass sie etwas zu verbergen hätten, wenn sie in den Abendstunden oder nachts Pflanzenschutzmittel ausbringen. Behörden, wie das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei M-V in Rostock, empfehlen sogar Spritzmaßnahmen auf späte Stunden zu verlagern. Der Grund: Nachts ist Pflanzenschutz natur- und umweltschonender.

Nachts ist es windstiller

Ab einer Windgeschwindigkeit von mehr als fünf Metern pro Sekunde darf mit einer Feldspritze nicht gearbeitet werden. Die Windverhältnisse bestimmen also die Anzahl der täglich möglichen Arbeitsstunden. Um die Spritzmittel zu einem optimalen Wachstumszeitpunkt in minimaler Menge auszubringen, können und sollten deshalb die überwiegend windstilleren Abende und Nächte genutzt werden. 

Mit einer abdriftgeminderten Spritzdüsentechnik und präzisen, GPS-gesteuerten Fahrgeräten kommt das Pflanzenschutzmittel oder der Flüssigdünger punktgenau in den Pflanzenbestand. Randstreifen an Gewässern und Biotopen lassen sich so auch nachts ganz exakt abgrenzen.

Bienen beim Pflanzenschutz schonen

Ein weiterer wichtiger Vorteil nächtlicher Pflanzenschutzmaßnahmen ist, dass Bienen, Hummeln und andere nektarsammelnde Insekten nicht belästigt werden. Denn sie sind nachts nicht auf Nahrungssuche. Sie können also weder durch direktes Besprühen, noch durch Geruchsveränderungen gestört werden.

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