PETA zeigt nach Brand wieder Landwirt an

Ist das Anzeigen von Landwirten nach Bränden von Ställen ohne Verdachtsmomente zum Volkssport der Tierrechtsorganisation geworden?

Nachdem Anfang August der Schweinestall eines Landwirtes in Klixbüll (Schleswig-Holstein) abgebrannt war, hat PETA wieder einmal den Gang zum Staatsanwalt nicht gescheut. 15 Tiere sind bei dem Unglück verendet. Laut „Nordfriese Tageblatt“ wurden der Stall und eine Lagerhalle komplett zerstört.

Die Tierrechtler werfen dem Betriebsinhaber unzureichende Brandschutzmaßnahmen vor, durch die er möglicherweise billigend in Kauf genommen habe, dass die Schweine qualvoll ersticken oder bei vollem Bewußtsein verbrennen.

„Jedes Tier, das bei einem Brand im Stall stirbt, wurde grob fahrlässig getötet“, weiß Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei PETA Deutschland. Haferbeck verallgemeinert und gibt zu bedenken, dass bei vielen Tierställen Brandschutz nicht ernst genommen werde. „Wenn viele Tiere in einem Stall eingesperrt sind, ist es schlicht unmöglich, Soforthilfe zu leisten – dieses Risiko wird billigend in Kauf genommen.“, so Haferbeck weiter. Es sei auch noch zu ermitteln, ob es auf dem betroffenen Anwesen durch eine kritische Lage der Löschwasserversorgung zu einer Zeitverzögerung bei der Rettung der Tiere gekommen sei, heißt es weiter von PETA.

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