Penny zahlt schon während Bio-Umstellung höhere Preise

Der Discounter Penny zahlt Landwirten schon während der Umstellungsphase auf Bio höhere Preise.

Discounter und Vollsortimenter kommen seit Jahren verstärkt dem Verbraucherwunsch nach gesundem Essen nach. Unternehmen wie Lidl und Aldi versuchen, Konsumenten mit Tierschutz und artgerechter Tierhaltung zu binden. Der zur Rewe Group gehörende Discounter Penny hat einen anderen Ansatz gefunden. Landwirte, die sich entschieden haben, künftig ökologisch zu arbeiten, dürfen eine gewisse Zeit lang ihre Produkte noch nicht als Bio deklarieren. Penny bezahlt jetzt für Produkte von Landwirten in der Umstellungsphase bereits einen höheren Preis. Dieser liegt zwischen dem Einkaufspreis für konventionelle und dem für biologisch produzierte Produkte. Man wolle einen Impuls für noch mehr Bio setzen, so das Unternehmen. Das spezielle Sortiment läuft unter “Naturgut Junior-Helden”.

Penny startet mit norddeutschen Äpfeln

Zum Auftakt vermarktet der Dicounter Äpfel der Elbe-Obst-Erzeugergemeinschaft sowie – jahreszeitlich bedingt – Zitronen aus Spanien. Naturgut Junior-Helden Äpfel sind seit Montag in den Märkten in allen Bundesländern, außer in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, erhältlich.

„Vereinfacht gesagt ist in der ökologischen Landwirtschaft der Aufwand größer und die Flächenerträge sind geringer”, erklärt die zuständige Bereichsleiterin Patricia Brunn. “Wir bekommen immer widergespiegelt, dass Landwirte vom konventionellen auf den ökologischen Anbau umstellen wollen, aber das finanzielle Risiko scheuen”, weiß Brunn. Mit den Naturgut Junior-Helden schaffe Penny nun einen konkreten zusätzlichen Anreiz. “Denn wir zahlen den Landwirten für die Umstellungsware einen höheren Preis, der über der vergleichbaren konventionellen aber unter der Bio-Ware liegt”, so die Bereichsleiterin. Unternehmensangaben zufolge sind es bei den Äpfeln 26 Prozent mehr als Penny für konventionell angebaute Früchte bezahlt.

Langfristig will Penny dazu beitragen, die Bio-Anbaufläche vor allem in Deutschland auszuweiten. Mit der internationalen Ausrichtung des Konzepts der Naturgut Junior-Helden wolle man zudem auch im Ausland Impulse für einen nachhaltigen ökologischen Landbau setzen, erklärt Patricia Brunn.

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