Ostsee: Anrainerstaaten wollen Überdüngung eindämmen

Bis 2030 soll die Ostsee sowohl vor Müll als auch vor Nährstoffeinträgen durch Überdüngung besser geschützt werden.

Hochrangige Vertreter der Ostseeanrainerstaaten sowie der europäische Umweltkommissar Virginijus Sinkevičiu haben ihren Ostseeaktionsplan für den Zeitraum 2021 bis 2030 vorgelegt. Im Fokus stehen neben Aktivitäten gegen Vermüllung der Ostsee die Einträge durch Überdüngung.

Schutz der Arten und Lebensräume

Bis 2030 sollen 50 Prozent weniger Abfälle an den Stränden landen als heute. Die Partner der zwischenstaatlichen Ostsee-Schutzkommission HELCOM haben sich das Ziel gesetzt, in dem Zeitraum den Schutz von marinen Arten und Lebensräumen zu verbessern. Dazu soll innerhalb der nächsten neun Jahre ein Drittel der Ostsee unter strengen Schutz gestellt und ein effektives Management installiert werden.

Ökosystem durch Überdüngung gefährdet

Durch Überdüngung geraten laut HELCOM zahlreiche Nährstoffe aus der Landwirtschaft über das Grundwasser, die Flüsse oder auch die Atmosphäre in die Ostsee. Infolgedessen komme es zu enormem Algenwachstum, das wiederum Meerestieren und Unterwasserpflanzen den nötigen Sauerstoff nehme, heißt es. Auf diese Weise seien verstärkt tote Zonen in der Ostsee entstanden. Mit der Verabschiedung einer Nährstoff-Recycling-Strategie reagiere HELCOM auf diese Situation. 

Deutschland hat den aktuellen HELCOM-Vorsitz inne. Federführend ist das Bundesumweltministerium.

Foto: Thomas Wolter/pixabay.com (Symbolbild)

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