Noch eine Bescheinigung für die Unbedenklichkeit von Glyphosat

Die Europäische Chemikalienagentur ECHA stuft Glyphosat als ungefährlich ein.

Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hat die Einstufung von Glyphosat als nicht krebserregend bestätigt. Das teilt die Arbeitsgemeinschaft Glyphosat (AGG) mit.

Die Behörde kam zu dem eindeutigen Schluss, dass Glyphosat nicht krebserregend ist und keine mutagenen, fortpflanzungsschädigenden oder genotoxischen Eigenschaften aufweist. Die EU-Mitgliedsstaaten, zahlreiche Experten und verschiedene Interessengruppen sowie die allgemeine Öffentlichkeit hatten im Rahmen eines öffentlichen Konsultationsverfahrens die Gelegenheit, an diesem Bewertungsprozess mitzuwirken. ECHA wird nun ihren Vorschlag zur harmonisierten Einstufung von Glyphosat zur abschließenden Genehmigung an die Europäische Kommission weiterleiten.

„Das Ergebnis ist eine weitere Bestätigung der seit Jahrzehnten bekannten Eigenschaften des Wirkstoffs Glyphosat“, sagte AGG-Sprecherin Ursula Lüttmer-Ouazane. Es untermauere erneut die früheren Sicherheitsbewertungen von Glyphosat, die bereits von Behörden weltweit durchgeführt wurden, so Lüttmer-Ouazane weiter. Die wissenschaftlichen Argumente, die für eine erneute Zulassung von Glyphosat sprechen, seien erdrückend. Für die Mitgliedstaaten gebe es nun keine Hinderungsgründe mehr, sich dem zu verweigern.

Der kommissarische Hauptgeschäftsführer des Industrieverband Agrar (IVA), Dietrich Pradt, ruft die deutschen Politiker auf, zu handeln: „Von der Bundesregierung darf man erwarten, dass sie sich jetzt für ein zügiges Verfahren in Brüssel einsetzt.“ Es gehe auch um Deutschlands Glaubwürdigkeit in Europa. Vor allem aber geht es darum, Europas Landwirten weiter den Einsatz dieses wichtigen Herbizid-Wirkstoffs zu ermöglichen., so Pradt.

Nach der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und der EU Lebensmittelbehörde ist die ECHA eine weitere Behörde, die Glyphosat als nicht krebserregend einstuft.

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