Neues Biopestizid: Hefebasierte RNA-„Impfung“ gegen den Kartoffelkäfer

Ein kanadisches Forschungsunternehmen hat ein Biopestizid auf Hefebasis entwickelt.

Das an der kanadischen University British Columbia angesiedelte Unternehmen Renaissance BioScience Corp. hat ein Biopestizid entwickelt, das beim Test gegen den Colorado-Kartoffelkäfer großflächig Wirkung zeigte. Es basiert auf Hefe und führte den Forschern zufolge bei den Käferlarven zu einer 98,3-prozentigen Sterblichkeit.

Ausschalten eines Gens tötet Schädlinge

Durch eine spezielle RNA-Technologie auf Hefebasis wird ein bestimmtes Gen gezielt ausgeschaltet. Dies führt zu einer hohen Mortalität. Das Verfahren ermögliche, in jede Zelle des Verabreichungssystems mehrere verschiedene Gentargets einzubringen, so die Forscher. Geotargeting ist eine molekularbiologische Methode, mit der gezielt Gene ausgeschaltet, verändert oder ausgetauscht werden können.

Unternehmen entwickelt Biopestizid weiter

Dr. John Husnik, CEO des Unternehmens kommentiert: „Dies sind sehr vielversprechende Ergebnisse, die deutlich zeigen, dass die umweltfreundliche Technologie von Renaissance die Kartoffelpflanze vor dem Kartoffelkäfer schützt.“ Er hebt noch einen großen Vorteil hervor: Hefe ist kostengünstig. Das Unternehmen macht sich jetzt daran, die Innovation für andere Schädlinge weiterzuentwickeln.

Foto: Zdeněk Chalupský/pixabay.com

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