Neue Website soll Antibiotika reduzieren

Die Internet-Plattform „Aniplus“ soll Landwirte dabei unterstützen, den Antibiotikaverbrauch im Stall zu reduzieren.

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat eine Internetseite online gestellt, auf der Landwirte die Möglichkeit haben, ein konkretes, auf ihren Betrieb individuell zugeschnittenes Maßnahmenpaket zur Minderung von Antibiotika zusammenzustellen. Daneben hält das Portal breitgefächerte Informationen zu den einzelnen Tierarten bereit und erläutert das Beratungsangebot zu Tierwohl und Tiergesundheit. Federführend betreut das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland e.V. (AEF) das Projekt. Bei der fachlichen Ausgestaltung der Internetplattform war unter andere die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschland (ISN) beteiligt.

In der zweijährigen Aufbauphase wurden die Informationen durch Unternehmen, Behörden, Wissenschaftler, Tierärzte sowie aktive Landwirte der Region Oldenburger Münsterland zusammengetragen. Das Landwirtschaftsministerium fördert das laufende Projekt mit rund 200.000 Euro und das Anschlussprojekt mit 80.000 Euro. Daneben wird das Projekt von der Metropolregion Nordwest, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie den Landkreisen Cloppenburg und Vechta unterstützt. Zielgruppe der Internetplattform sind neben Landwirten auch Tierärzte und landwirtschaftliche Berater. Die fachlichen Inhalte des Portals beschränken sich zunächst auf die Tierarten Rind, Schwein, Pute und Masthuhn.

Die Webseite gliedert sich in einen allgemein zugänglichen und einen passwortgeschützten Teil. Möglich ist die Navigation nach Tierarten, die freie Textsuche sowie die gezielte Suche rund um die Themen Haltung, Management, Biosicherheit, Hygiene, Fütterung, Tiergesundheit und Tierzukauf.

„Uns war es wichtig, praxistaugliche und somit wirksame Strategien zu präsentieren, bei einer hohen Benutzerfreundlichkeit. Alle Vorschläge werden daher mehrfach von unterschiedlichen Experten bewertet“, erklärt die Projektleiterin Dr. Maria Gellermann. Die Informationen werden ständig aktualisiert und weiterentwickelt, neue Erkenntnisse eingearbeitet. Zudem soll die Plattform im nächsten Jahr um weitere Krankheitsbilder ergänzt werden.

Weitere Informationen:
www.aniplus.de

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