Neue Gebührenordnung: Warum Tierärzte jetzt teurer werden

Das Bundeskabinett hat seit über 20 Jahren wieder eine umfassende Novellierung der Tierärztegebührenordnung beschlossen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium begründet den Schritt.

Die Tierärztegebührenordnung war zuletzt im Jahr 1999 umfassend geändert worden. Jetzt werden einerseits die Leistungen der Tierärzte an den veterinärmedizinischen Erkenntnisstand angepasst. Andererseits werden die Gebührensätze an die wirtschaftlichen Erfordernisse einer Tierarztpraxis angeglichen. Das teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) mit.

Tierärzte können moderne Möglichkeiten nutzen

Unter anderem können Tierärzte jetzt moderne Untersuchungsverfahren, wie die Kernspintomografie, abrechnen. Tumore oder Nervenverletzungen lassen sich nur so erkennen. Die Kosten für die Behandlung von Tieren werden laut BMEL überwiegend zwar steigen, jedoch ermögliche das gleichzeitig den Fortbestand vieler Tierarztpraxen. Das erhöhe die Attraktivität der kurativen Tätigkeit, der tierärztlichen Notdienste und flächendeckenden tierärztlichen Nutztierbetreuung, heißt es aus dem Bundesministerium.

Anpassung der Gebührenordnung basiert auf Studie

Die Anpassung der Gebührensätze erfolgt auf wissenschaftlicher Basis: Das BMEL hat bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) die Durchführung einer umfassenden Studie initiiert. Die Studie hat ergeben, dass die einfachen Gebühren nicht mehr ausreichen.

Die Neufassung der Tierärztegebührenordnung muss noch vom Bundesrat beschlossen werden. Sie wird voraussichtlich im Oktober 2022 in Kraft treten und kann auf der Internetseite des Bundeslandwirtschaftsministeriums eingesehen werden.

Foto: Aleksandarlittlewolf/freepik.com (Symbolbild)

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