Nachwachsende Rohstoffe für Autoreifen aus der deutschen Landwirtschaft?

Nachwachsende Rohstoffe sind ein großes Thema für den Umweltschutz. Kautschuk für Autoreifen könnte in Zukunft in Deutschland gewonnen werden.

Verkehr und Umweltschutz ist eines der großen Themen – Stichwort Biodiesel. Auch Autoreifen belasten die Umwelt. Sie beinhalten nicht nur chemische Substanzen. Auch der an sich natürliche Kautschuk hat einen schlechten ökologischen Fußabdruck. Denn Kautschukpflanzen gedeihen in unseren Regionen nicht. Das Kautschuk muss aus anderen Teilen der Welt, etwa aus Indien oder Brasilien, importiert werden. Eine Alternative ist die Gewinnung von Kautschuk aus den Wurzeln des russischen Löwenzahns. Dieser wächst vor allem in Kasachstan und Teilen Chinas, würde aber bei uns gedeihen. So könnten in Deutschland nachwachsende Rohstoffe für die Herstellung von Gummi gewonnen werden.

Nachwachsende Rohstoffe Chance für alternative Landwirtschaft

Nicht nur die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) sieht in der Gewinnung von Kautschuk aus der Pflanze eine Chance für die heimische alternative Landwirtschaft. Sie entwickelt gemeinsam mit der Holmer Maschinenbau GmbH und dem Reifenhersteller Continental einen Wurzelroder, mit dem das Kautschuk effektiv gewonnen werden kann. Unterstützt wird das Projekt vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL). Projektträger ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Seit 2011 laufen schon züchterische Versuche. Im aktuellen Projekt “Takorod” geht es um die Technik. Die entsprechenden Versuchskulturen wurden Anfang Dezember in Anklam in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet.

Bereits Erfahrungen in der Wurzelernte

Die Bayerische LfL bringt in das Projekt ihre Erfahrungen auf dem Gebiet der Wurzelernte von Sonderkulturen, darunter Meerrettich, Enzian und Baldrian ein. Die Homer Maschinenbau GmbH wiederum ist einer der weltweit führenden Hersteller von Zuckerrüben-Erntetechnik.

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