NABU-Präsident gibt Schmidt Schuld am Höfesterben

Der Präsident des Naturschutzbund Deutschland (NABU) sieht in der Agrarpolitik die Ursache für den Rückgang der Artenvielfalt und das Höfesterben.

„Vögel und Insekten verschwinden, das Höfesterben geht voran, genauso wie die Belastung der Böden und des Grundwassers mit Nitrat zunimmt.“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke bei der Vorstellung des NABU-Jahresberichtes in Berlin. Schuld an der Misere sei Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). „Die aktuelle Agrarpolitik gefährdet die Artenvielfalt. Wir brauchen eine Umverteilung von Agrarsubventionen, weg von pauschalen Flächenprämien. Landwirte, die konkrete Umweltleistungen erbringen, sollen dafür auch mehr Geld erhalten“, so Tschimpke.

Auch mit anderen Ministerium nicht zufrieden

Mit der Arbeit von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ist der NABU offenbar ebenfalls nicht glücklich. „Zwar legte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks anspruchsvolle Konzepte vor und rettete das EU-Naturschutzrecht vor der Abwicklung, so Tschimpke, „den Artenschwund stoppte dies jedoch nicht“. Auch in der Verkehrspolitik habe die Bundesregierung keinerlei positive Akzente setzen können. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) warf Tschimpke vor, dass er  die „entscheidenden Weichenstellungen für eine dringend notwendige Verkehrswende“ nicht gestellt habe. Die Ressorts Landwirtschaft und Verkehr „verhagelten die Ökobilanz gewaltig mit ihrer rückwärtsgewandten Politik“, ist sich der NABU-Präsident sicher.

 

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