Moderne Landwirtschaft braucht schnelles Internet

Die meisten Landwirte sind mit ihrer Internetverbindung unzufrieden. Der DBV fordert die Bundesregierung auf, in ländlichen Regionen rasch zu handeln.

Eine repräsentative Umfrage im Rahmen des Konjunkturbarometers Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hat ergeben, dass 70 Prozent der befragten Landwirte unzufrieden mit den Internetverbindungen in ihren Regionen sind. Gerade die notwendigen Marketingaktivitäten in sozialen Medien, aber auch der Einsatz von High-Tech-Maschinen und Datenmanagementsystemen erfordert stabile und schnelle Netzqualität. Die bemängeln gar 81 Prozent.

Für den DBV belegen die Befragungsergebnisse die völlig unzureichende Internetversorgung ländlicher Räume. Der DBV unterstreicht daher einmal mehr seine Forderung nach Schaffung einer zukunftsfähigen Internet-Infrastruktur in ländlichen Räumen.

Kein Tierwohl ohne High-Tech

Laut Bauernverband müsse das Ziel sein, jede Betriebsstätte an Glasfaser anzubinden. Aber auch andere Technologien, die eine vergleichbare Bandbreite in die Fläche bringen, seien gefragt, so der DBV. Die im März vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte „Digitale Strategie 2025“ könne einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Potenziale der High-Tech-Landwirtschaft für wirtschaftliche, ökologische und dem Tierwohl dienende Zwecke zu erschließen. Der Deutsche Bauernverband appelliert an die Bundesregierung, diese Strategie „couragiert und rasch umzusetzen“. Ländliche Räume mit geringer Bevölkerungsdichte dürften bei der Versorgung mit schnellem Internet nicht weiter vernachlässigt werden.

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