Milcherzeuger profitieren wenig von gestiegenem Butterpreis

Verhaltener Optimismus nach Anstieg der Verbraucherpreise von Butter.

Der Preis für Blockbutter ist aufgrund der aktuellen Abschlüsse im Lebensmitteleinzelhandel mit dem historischen Preishoch gleichgezogen. Die Verbraucher zahlen jetzt für ein 250 g-Päckchen einen Euro mehr als vor einem Jahr am Tiefpunkt der Milchkrise. Erstmal eine gute Nachricht. Doch der Deutsche Bauernverband (DBV) rechnet nur mit einer verhaltenen Erholung des Marktes auf Erzeugerseite.

Erlöse für Produkte mit längerer Haltbarkeit wie Butter, Milchpulver und Kondensmilch machen nur etwa ein Viertel des Erzeugerpreises für Rohmilch aus. Demzufolge könne die Preisentwicklung bei Butter nicht „eins zu eins“ auf den Milcherzeugerpreis übertragen werden, so der DBV. Bis die Preisentwicklung bei den Landwirten ankommt, könnte es also Monate dauern – vorausgesetzt der Markt bleibt stabil.

Ursachen des Preisanstiegs sind nach Angaben von Marktexperten die vermehrte Nachfrage nach fetthaltigen Produkten im In- und Ausland. Auch das verbesserte Verbraucherimage von Butter, der Rückgang der Fettgehalte in der Rohmilch sowie die gestiegene und ebenfalls rahmbindende Käseherstellung seien ausschlaggebend.

Der DBV weist darauf hin, dass derartige Preisschwankungen eine zentrale Herausforderung für die Milchbauern und Molkereien sowie deren privatwirtschaftliches Risikomanagement ist. Auch die Politik bleibe weiter in der Pflicht. Das Sicherheitsnetz aus Intervention und privater Lagerhaltung sowie der Direktzahlungen sei für künftige Marktschwankungen unabdingbar, mahnt der Bauernverband.

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