Mäuseplage: Niedersachsen hilft Landwirten

Mäuse vermehren sich durch die milde Witterung. In Niedersachsen herrscht eine regelrechte Mäuseplage, in Thüringen behält man die Situation im Auge.

In Niedersachsen wird das verstärkte Auftreten von Feldmäusen als Plage eingestuft. Von der aktuellen Mäuseplage betroffene Betriebe können mit einem gesonderten Formular Anträge auf Wiederherstellung der Grünlandnarbe stellen. Grundlage sind “außergewöhnliche Umstände”, beziehungsweise höhere Gewalt. „Ich bin froh, dass wir den Landwirtinnen und Landwirten damit so kurzfristig helfen können, denn es geht hier um die Funktionalität eines für Niedersachsen sehr wichtigen Lebensraums“, sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast.

Mäuseplage bedroht Futterversorgung

Laut Landwirtschaftsministerium droht durch die Mäuseplage eine existenzbedrohende Futterknappheit auf den Milchviehbetrieben sowie eine dauerhafte Zerstörung von Grünland. Bis zu 150.000 Hektar Grünland sind derzeit in Niedersachsen stark durch eine rasant wachsende Mäusepopulation geschädigt. Für die Erneuerung von Grünland gelten besondere Auflagen. So ist auch das Pflügen von Dauergrünland zur Wiederherstellung der Grasnarbe nur im Einzelfall und nach vorheriger Genehmigung zulässig.

Thüringen rechnet mit Ausbreitung von Mäusen

Auch in Thüringen rechnet man mit mehr Schädigungen durch Mäuse. Die Situation ist allerdings noch nicht so besorgniserregend wie in Niedersachsen. „Abgefressene Pflanzen auf den Randstreifen und kreisrunde Flecken auf den Feldern zeigen, dass wir schon jetzt Probleme haben“, sagte André Rathgeber vom Thüringer Bauernverband zur Deutschen Presseagentur (dpa).

Der Referent für Pflanzenbau und Umwelt sieht einen Grund in der milden Witterung aufgrund der die Mäuse genug Nahrung finden. Ein weiterer Grund sei, dass vergangenes Jahr keine Giftköder ausgelegt werden konnten, zitiert mdr.de Rathgeber. Grund hierfür sei, dass es eine Debatte um die Auflagen für den Einsatz von Rodentiziden gegeben habe, die zur Bekämpfung von Nagetieren eingesetzt werden. Diese Mittel dürften nun zwar weiter eingesetzt werden, aber jetzt sei nicht die Zeit dazu.

Experten rechnen künftig durch das klimabedingte milde Wetter mit verstärkten Populationen der Nager auch in anderen Regionen.

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