LED-Licht soll Welthunger stillen

Laut einer Umfrage glaubt der Großteil an neue Technologien in der Landwirtschaft.

Vor dem Hintergrund des von der UNO gesteckten Zieles, bis 2030 Armut und Hunger global abzuschaffen, hat Focus Online eine Leserumfrage zu neuen Technologien in der Landwirtschaft durchgeführt. Demnach sind sich 74 Prozent der Befragten sicher, dass Indoor-Plantagen mit Technologien wie stromsparendem LED-Licht, welches das Wachstum von Pflanzen beschleunigen soll, dieser hochgesteckten Anforderung gerecht werden könnte.

Derweil beschäftigen sich lediglich einige Pioniere mit vertikalem Indoor-Farming. Sie setzen auf platz-, dünger- und wassersparenden Ackerbau. Mit Regalen nutzt diese Landbaumethode die Fläche in der Vertikalen gleich mehrfach, sie optimiert die Nährstoff-Zufuhr und damit das Wachstum der Pflanzen. Auch auf Pestizide wird verzichtet, da die Pflanzen in der Halle vor Schädlingen geschützt sind.

Steuerbares „Sonnenlicht“

Bei der Beleuchtung der Pflanzen setzen die Forscher auf LED-Lampen. Mit gezielt wählbaren Spektral-Frequenzen liefern sie immer das richtige Licht und regen so physiologische Vorgänge in den Pflanzen an. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zu den Konsumenten. Die künstlichen Äcker können überall angelegt werden, sogar mitten in der Stadt. So können Gemüse und Früchte frischer angeboten werden, lange Transportwege würden entfallen.

Einer der experimentierfreudigen „Farmer“ ist der japanische Pflanzenphysiologe Shigeharu Shimamura, der in Zusammenarbeit mit dem Technologie-Unternehmen GE auf einer Fläche eines halben Fußballfeldes indoor Salat anbaut. Unter 17.000 LED-Leuchten gedeiht Salat. Jeden Tag ernte er 10.000 Salatköpfe, schreibt Focus Online. Shimamuras Salat reift offenbar zweieinhalb Mal schneller als der auf herkömmlichen Ackerflächen. Den Ernteabfall hat er von 50 auf 10 Prozent reduziert. Den Wasserverbrauch konnte der Japaner auf ein Prozent der Menge, die ein Acker üblicherweise braucht, mindern.

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