Landwirte, NGOs und der Handel auf gleicher Seite

Ein Projekt des Thünen-Instituts soll die Nutztierhaltung gesellschaftlich wieder in eine realistische Bahn lenken.

Das zum Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) gehörende Thünen-Institut hat ein Projekt ins Leben gerufen, das die Diskussion um die Nutztierhaltung unterstützen und auf einen objektiven Weg bringen soll. „SocialLab – Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft“ soll nicht nur Landwirte und Verbraucher zusammenbringen, sondern auch den Handel sowie Tierschutz- und Umweltverbände zur Diskussion einladen.

Um für die Nutztierhaltung innerhalb der Gesellschaft langfristige, ethisch vertretbare und realisierbare Lösungen zu finden, sei es erforderlich, die Kritik der einzelnen Akteure am gegenwärtigen Zustand umfassend zu ergründen, so das Thünen-Institut. Hierfür leiste das Verbundprojekt einen Beitrag mit dem Ziel, Wege für eine von allen gesellschaftlichen Gruppen akzeptiere Nutztierhaltung aufzuzeigen.

Betrachtung aus allen Perspektiven

Die mit dem Projekt beschäftigten Wissenschaftler wenden ein breites Methodenspektrum an. Einzel- und Gruppeninterviews sowie repräsentative Befragungen und Auswertung von realen Einkaufsdaten sind genauso relevant wie Untersuchungen von Tieren. Begleitet wird die Arbeit von einem Expertenrat, bestehend aus Vertretern der Bereiche Tierschutz, Nutztierwissenschaften und Verbraucherschutz sowie von landwirtschaftlichen Interessenvertretungen, des Einzelhandels und des BMEL. Nur so lässt sich laut Thünen-Institut der Bezug zur landwirtschaftlichen Praxis wie auch zu den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen herstellen.

Seit 1. September ist die Website www.sociallab-nutztiere.de online. Hier können sich nicht nur die Akteure, sondern auch Verbraucher über die Zielsetzungen und das Voranschreiten des Projektes informieren.

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