Künstliches Geflügelfleisch Konkurrenz für Landwirte?

Wiesenhof steigt in die Entwicklung von Geflügelfleisch aus der Retorte ein.

Die PHW-Gruppe, Mutterkonzern des Gefllügelverarbeiters Wiesenhof, beteiligt sich am israelischen Start-up-Unternehmen SuperMeat. Ziel der Biotechniker ist es, künstliches Geflügelfleisch herzustellen. Momentan befindet sich das junge Unternehmen in der Forschungsphase. Die neue Produktgruppe nennen die Entwickler “clean meat”.

Aus Sicht des PHW-Vorstandsvorsitzenden Peter Wesjohann ist die Beteiligung weit mehr als ein finanzielles Investment: “Wir sehen dies als Beginn einer strategischen Partnerschaft und freuen uns darauf. PHW wolle SuperMeat in allen Fragen der Forschung und Entwicklung, aber auch im Bereich der strategischen Positionierung auf dem europäischen Markt beraten, so Wesjohann. Der sauerländische Konzern möchte mit seinem Know-how einen Beitrag zur Entwicklung von Fleisch aus Zellkulturen leisten, wie Wesjohann erklärt. Das Unternehmen sei schon immer unkonventionelle Wege gegangen. Der Vorstandsvorsitzende geht davon aus, dass in einigen Jahren Fleisch aus dem Labor nachgefragt wird.

Bauernverband sieht keine Konkurrenz für Geflügelhalter

Bauernpräsident Joachim Rukwied sieht dem Vorhaben des eigentlichen Fleischverarbeiters relativ entspannt entgegen: “Natürliches Fleisch kommt vom Bauernhof und nicht aus dem Labor.” Er ortet keine ernstzunehmende Konkurrenz durch das sogenannte in-Vitro-Fleisch. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ ‘(NOZ) sagte Rukwied: “Ein großer Teil der Verbraucher hierzulande hält es für ethisch vertretbar, dass Tiere zur Fleischproduktion geschlachtet werden.”

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