Kopfgeld auf Kirschessigfliege

Die aus dem asiatischen Raum stammende Kirschessigfliege ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Sie liebt rote Früchte, Beeren und Trauben. Der Freistaat Bayern steckt nun mächtig Kohle in de Forschung gegen den Schädling.

Um weitere Schäden im Obst- und Weinbau durch die Kirschessigfliege einzudämmen, hat der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) 600.000 Euro für ein neues Forschungsvorhaben bereitgestellt. In dem auf drei Jahre angelegten Projekt soll die bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) im unterfränkischen Veitshöchheim nach praxisorientierten Schutz- und Bekämpfungsmaßnahmen suchen. „Die Kirschessigfliege kann bei unseren Betrieben große Schäden anrichten, deshalb brauchen wir rasch umsetzbare Lösungen für die Praxis“, so der Minister. Wertgelegt wird dabei auf umwelt- und bienenverträgliche Möglichkeiten. Die LWG sucht gemeinsam mit Forschungsanstalten anderer Bundesländer und dem Julius-Kühn-Institut nach entsprechenden Lösungen.

Die Kirschessigfliege wurde 2011 zum ersten Mal in Deutschland gesehen und konnte 2013 nachgewiesen werden. Im Gegensatz zur heimischen Essigfliege, die ihre Eier nur in überreife, verletzte oder faulende Früchte ablegt, befällt die Kirschessigfliege bereits unbeschädigte Früchte vor der Reife.

Zusammen mit den bereits bestehenden Forschungsgeldern stehen im Freistaat bis 2017 insgesamt über 850.000 Euro für Untersuchungen an dem Schädling zur Verfügung.

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