Klöckner: Landwirtschaft bleibt systemrelevant

Bundesministerin Julia Klöckner rechnet damit, dass aufgrund der Coronakrise die Landwirtschaft auch in Zukunft einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert einnehmen wird.

Über systemrelevante Berufe wurde vor der Coronakrise nicht gesprochen. Vielen war „Systemrelevanz“ gar kein Begriff. Darunter versteht man Berufe oder Branchen, die für die Aufrechterhaltung der Volkswirtschaft oder die Infrastruktur eines Staates wichtig sind. Lebensmittel sind natürlich überlebensnotwendig. Deshalb wurde die Landwirtschaft als systemrelevant eingestuft. Wie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in einem Gastbeitrag in der „Deutschen Bauern Korrespondenz“ versprach, wird die Landwirtschaft auch nach der Corona-Pandemie systemrelevant bleiben.

Höheres Ansehen der Landwirtschaft für GAP nutzen

Klöckner hebt hervor, dass die Coronakrise die Wertschätzung der Landwirtschaft und die Bedeutung regional hergestellter Lebensmittel gesteigert habe. Auch die Wertschätzung der Landwirte und Landwirtinnen sei gestiegen. Das will sie nutzen um die Landwirtschaft auch während der EU-Ratspräsidentschaft zu stärken. Diese Wertschätzung müsse jetzt in eine neue europäische Landwirtschaftspolitik übersetzt werden.

Landwirte brauchen Planungssicherheit

Auch Klima- und umweltpolitische Herausforderungen spielen nach Aussage Klöckners eine wichtige Rolle. Bis zum Inkrafttreten der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) brauche die Landwirtschaft Planungssicherheit. Die primäre Aufgabe, die Erzeugung von Lebensmitteln, muss an oberster Stelle stehen. „Unsere Bauern müssen im Stall und auf dem Feld umsetzen können, was die neue GAP an höheren Anforderungen im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz sowie das Tierwohl mit sich bringt“, so die Ministerin.

Foto: Hans Linde/pixabay.com

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