Klimaziele und Wettbewerb: Importstopp aus Drittländern?

Laut dem DBV-Umweltbeauftragten würde die Einschränkung von Importen in die EU die Klimaziele und die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte unterstützen.

Im Rahmen der digitalen Internationalen Grünen Woche 2021 hat der Deutsche Bauernverband (DBV) zukünftige Aufgaben und Herausforderungen für die Landwirtschaft beim Klimaschutz und die Rolle bei der Erreichung der Klimaziele diskutiert. Eines der Ergebnisse: Auf Importe aus Drittländern zu verzichten, kann zum Klimaschutz beitragen.

Klimaziele durch Importstopp erreichen?

Mit Blick auf die Anhebung der EU-Klimaziele und den internationalen Wettbewerb forderte der DBV-Umweltbeauftragte Eberhard Hartelt für die Landwirtschaft einen Außenschutz vor Importen. Das soll Länder, in denen unter niedrigen Standards produziert wird, betreffen. Das würde zum einen die Anhebung der EU-Klimaziele unterstützen, zum anderen die Abwanderung von Produzenten in Drittländer einschränken. Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Landwirte würde so gefestigt werden.

Honorierung von Klimaleistungen

Ein weiteres Thema waren die Klimaleistungen von Humus. „Die CO2-Speicherung in Humus bietet für die Erreichung von Treibhausgasneutralität großes Potential“, merkte Hartelt an. Er sprach sich dafür aus, dass Landwirte ihre Leistungen in diesem Bereich honoriert bekommen. Denn hier gehe es um eine dauerhafte und langfristige Speicherung in Böden und nicht nur um kurzfristige Effekte. „Für die Honorierung der Leistungen der Landwirte beim Humusaufbau brauchen wir ein einfaches, maßnahmenbezogenes Honorierungssystem, um nicht lauter einzelflächenbezogene Beprobungen durchführen zu müssen und das System handhabbar zu halten“, forderte der Umweltbeauftragte.

Foto: pixel2013/pixabay.com (Symbolbild)

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