NeuestePolitikUmwelt

Klimaschutzprogramm 2023: Das sieht die Bundesregierung für die Landwirtschaft vor

Der Agrarsektor konnte mehr Emissionen einsparen als geplant. Um den Ausstoß weiter zu reduzieren, ist auch die Landwirtschaft Teil des Klimaschutzprogramms 2023.
  • Bundeskabinett beschließt Klimaschutzprogramm 2023
  • Erneuerbare Energie soll ausgebaut werden
  • Landwirtschaft beim Klimaschutz auf gutem Weg
  • Maßnahmen im Klimaschutzprogramm für den Agrarsektor

Das Bundeskabinett hat das Klimaschutzprogramm 2023 beschlossen. Das Ziel der Bundesregierung ist, bis 2030 bis zu 80 Prozent der Klimaschutzlücke zu schließen. Das betrifft mehrere Sektoren. Unter anderem soll mit dem Energiesofortmaßnahmenpaket aus EEG-Novelle, Wind-an-Land-Gesetz, Windenergie-auf-See-Gesetz, der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes und des Bundesnaturschutzgesetzes der Ausbau der erneuerbaren Energien spürbar beschleunigt werden. Das Vorhaben betrifft aber auch die Landwirtschaft.

Landwirtschaft beim Klimaschutz auf gutem Weg

Laut Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hält der Agrarsektor seine im Klimaschutzgesetz festgelegten Ziele derzeit umfassend ein. 2022 belief sich der Ausstoß von Treibhausgasen aus der Landwirtschaft auf 61,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Das waren 6,4 Millionen Tonnen weniger als vorgesehen. Bis 2030 soll der Ausstoß auf 56 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente sinken. Der Großteil der Emissionen der Landwirtschaft besteht aus Lachgas, das durch den Abbau von Stickstoffdüngern entsteht, sowie aus Methan, das bei Verdauungsprozessen von Wiederkäuern entsteht. Auch bei der Lagerung von Gärresten in Biogasanlagen oder Gülle kann Methan entweichen. 

Die geplanten Maßnahmen im Klimaschutzprogramm 2023 im Einzelnen:

Um die Emissionen aus der Landwirtschaft noch weiter zu senken, enthält das Klimaschutzprogramm 2023 weitere Maßnahmen.

  • Klima- und tiergerechte Nutztierhaltung und nachhaltige Lebensmittelkette
  • Verbesserte Datenverfügbarkeit bei der landwirtschaftlichen Düngung
  • Prüfung der Anpassung von Qualitätsparametern zur Backweizenbewertung und der Etablierung bei der aufnehmenden Hand zur Einsparung von Stickstoff-Qualitätsgaben bei der Backweizenerzeugung
  • Weiterentwicklung des Förderprogramms zur Erhöhung der Energieeffizienz
  • Erarbeitung einer Ernährungsstrategie der Bundesregierung
  • Weitere Reduzierung der Lebensmittelverschwendung

Foto: RoyBuri/Pixabay.com (Symbolbild)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner