Klimaschutz: Landschaftsschützer wollen Ackerflächen bewalden

Wälder sind wichtig für den Klimaschutz. Doch die Forderung des Landesnaturschutzverbandes Schleswig-Holstein, Äcker aufzuforsten, lehnt der Bauernverband ab.

Der Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein (LNV) schlägt vor, Ackerflächen zu bewalden. Wie welt.de unter Berufung auf die Deutsche Presseagentur dpa schreibt, müssten laut LNV Äcker für die geplante Aufforstungsinitiative der CDU genutzt werden. Die Aufforstung soll demnach dem Klimaschutz dienen.

Bauernverband lehnt Vorschlag ab

Wie das Internetportal weiter berichtet, stellten sich Naturschützer gegen den Bauernverband, der ein solches Vorgehen ablehnt. Der LNV verlange auch, Wälder naturnäher zu bewirtschaften und die Bäume deutlich älter werden zu lassen, sie also nicht zu früh wirtschaftlich zu nutzen, heißt es weiter.

CDU-Initiative im Sinne des Klimaschutz

Die CDU will mit der Aufforstungsinitiative erreichen, dass der Waldanteil der Landesfläche innerhalb von zehn Jahren von 11 auf 12 Prozent erhöht wird. Schleswig-Holstein ist das waldärmste Bundesland. Um das Ziel zu erreichen, müssten 15.000 Hektar aufgeforstet werden

Studien zeigten, dass sich eine naturnah orientierte Waldbewirtschaftung langfristig positiv auf das Klima auswirke, zitiert die dpa den LNV. Das liege vor allem daran, dass naturnahe und artenreiche Wälder nicht nur Kohlenstoff im Holz speicherten, sondern auch CO2 im Boden und auf der Oberfläche einlagerten. Ein hohes Alter von Bäumen sei nicht nur ein Schlüsselfaktor zum Schutz der biologischen Vielfalt im Wald, sondern auch für den Klimaschutz, sagte der LNV-Landesvorsitzende Volkher Looft.

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