Klauenkrankheiten am Trittschall erkennen

BMEL fördert Tierwohl-Projekt mit über 500.000 Euro.

Im vom Fachbereich Agrartechnik der Universität Kassel koordinierten Projekt „Soundhooves“ wird in den nächsten drei Jahren eine Möglichkeit entwickelt, Klauenkrankheiten bei Rindern am Klappern der Hufe zu erkennen. Spezielle Sensoren, die an Spaltenbodenelementen angebracht werden, messen das erzeugte Geräusch. Länge und Amplitude des Trittschalls können akustisch analysiert und klassifiziert werden sowie Hinweise auf die verschiedenen Typen von Lahmheiten geben.

Desweiteren soll das automatische Messsystem bereits Informationen über Art und Schwere der Erkrankung, wie etwa Klauenfäule oder Sohlengeschwüre, liefern. Analysiert werden die Geräusche über eine Analysesoftware. Dazu werden mobile Teststände mit Handgeräten, Smartphone-Apps und die Möglichkeit, das System im Stall fest einzubauen, entwickelt. In Kombination damit soll eine tierindividuelle Erfassung sichergestellt werden. Die gewonnenen Gesundheitsdaten können direkt für einzeltierbezogene Managementempfehlungen genutzt werden, um dem Landwirt entsprechende Handlungsoptionen anzubieten.

Neben der Universität Kassel sind das Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und die Höscher + Lauscher GmbH Co. KG an dem Verbundsvorhaben beteiligt.

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