Kirschessigfliege: So schützen Sie Ihre Obstkulturen

Das Julius Kühn-Institut zeigt in Lehrfilmen, wie man Obstplantagen effektiv vor der Kirschessigfliege schützt.

Die ursprünglich aus Südostasien stammende Kirschessigfliege hat sich in Europa ausgebreitet. Obwohl Sie hauptsächlich Süßkirschen befällt, ist sie auch ein Risiko für Weichobstarten wie Beeren, Pfirsiche oder Erdbeeren. Äpfel befällt sie nur, wenn die Schale schon geschädigt ist. Das Julius Kühn-Institut (JKI) hat nun Netze erprobt, die die Schädlinge abhalten.

Engmaschige Netze gegen die Kirschessigfliege

Engmaschige Netze (Maschenweite 0,8 x 0,8 Millimeter) haben sich als die bisher praktikabelste und effektivste Maßnahme gegen die Kirschessigfliege bewährt. Sie verhindern den Einflug der Insekten in die Obstanlagen. Denn die Fliegen sind in der Lage, gesunde reifende und reife Früchte anzubohren und ihre Eier darin abzulegen. Die Larven ernähren sich vom Fruchtfleisch. Da sie sich sehr schnell entwickeln, fallen die Früchte bereits wenige Tage später in sich zusammen.

JKI veröffentlicht Testergebnisse

Im Demonstrationsvorhaben erprobt das JKI mit den Pflanzenschutzdiensten der beteiligten Länder und Obstbetrieben in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen die Wirksamkeit solcher Netze. Die Kirschbauern haben in diesem Jahr bereits damit begonnen, Foliendächer und Netze aufzubauen. In Süddeutschland müssen auch schon frühe Heidelbeer-, Himbeer- und Brombeersorten geschützt werden. Da bei einigen Beerenarten weiterhin Blüten zu bestäuben sind, während bereits Früchte reifen, werden unter den Netzen Hummeln und andere Bestäuber gezielt eingesetzt.

Wie diese Netze genau funktionieren, zeigt das JKI in Erklär- und Lehrfilmen im Youtube-Kanal des Instituts.

Alle Informationen zum Projekt findet man auf der Internetseite des JKI.

Foto: Bianca Boehnke/JKI

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