Keime kommen nicht aus der Landwirtschaft

Abwasser aus Krankenhäusern und Siedlungen verunreinigen das Grundwasser mit resistenten Keimen.

Der Landwirtschaft wird immer wieder vorgeworfen, dass sie hauptverantwortlich für die Belastung des Grundwassers mit Keimen sei. Wissenschaftler der Universität Zagreb, des Instituts für öffentliche Gesundheit Zagreb und der Universitätsklinik Split haben allerdings jetzt herausgefunden, woher ein erheblicher Teil der resistenten Keime kommt. Diese gelangen offenbar mit Abwässern von Krankenhäuser in das Grundwasser. Das berichtet unter anderem das Internetportal animal-health-online.de.

Die Forscher fanden 19 verschiedene hoch-resistente sogenannte A. baumanli-Stämme. Darunter befinden sich auch Erreger, die gegen das Antibiotikum Colisistin resistent sind. Im Rahmen der Untersuchung konnten die Wissenschaftler sogar anhand von genetischen Fingerabdrücken Keime einzelnen schwerkranken Patienten zuordnen. Untersucht wurde die gesamte Abwasserstrecke bis hin zu Oberflächengewässern.

Die Autoren der Studie gehen auch davon aus, dass Siedlungsgewässer ebenfalls eine Quelle von resisitenten Keimen sind. Veröffentlicht wurden die Erkenntnisse in der Fachzeitschrift „The Journal of Hospital Infection“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.