Kann sich Schmidt nationales Tierwohl-Label doch vorstellen?

Bundesminister Christian Schmidt fühlt sich offenbar missverstanden. Möglichkeiten für ein nationales Tierschutz-Label würden sehr wohl geprüft.

Nachdem verschiedene Medien die Aussage des Bundesministers auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin, beim Tierwohl werde auch künftig jede Initiative ihren eigenen Weg gehen, zitiert hatten, relativierte das Bundeslandwirtschaftministerium (BMEL) die Statements. „Bundesminister Schmidt lässt derzeit im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Umsetzung einer einheitlichen Kennzeichnung für Tierwohl prüfen“, sagte BMEL-Sprecher Jens Urban.

Urban weißt zugleich auf ein Interview hin, das Schmidt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ gegeben hat und bereits am 9. Januar erschienen ist. Darin sagte der Bundesminister, dass sein Ministerium derzeit prüfe, wie man beim Thema Tierwohl dem eindeutigen Verbraucherwunsch nach einer klaren, einheitlichen Kennzeichnung besser Rechnung tragen könne. „Nicht zutreffend ist daher, dass sich Bundesminister Schmidt gegen ein einheitliches Tierwohl-Label ausgesprochen hat.“, so Urban.

Die Prüfung umfasse zwei Aspekte: Einheitliche Standards für das Tierwohl sowie einen einheitlichen Standard bei der Kennzeichnung von Tierwohl für die Verbraucher. Damit solle verhindert werden, dass sich konkurrierende Standards entwickeln, die Verbraucher verunsichern und für Landwirte das Risiko einseitiger Lieferabhängigkeiten bedeuteten., erklärt der Sprecher.

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