Jetzt auch noch Giftmais

Als ob nicht deklariertes Pferdefleisch in Fertignahrung und falsch etikettierte „Bio-Eier“, die gar keine sind, nicht schon genügen würden. Jetzt tauchte auch noch mit Schimmelpilzgift verseuchter Futtermais auf.

Von dem aus Serbien importierten Tierfutter sind mehr Betriebe betroffen, als anfangs angenommen. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erhielten nach Behördenangaben 4.600 Betriebe verdächtiges Futtermittel. In Milchproben wurde bisher allerdings keine Überschreitung des Grenzwertes für das als krebserregend geltende Aflatoxin festgestellt. Aflatoxine sind in der Natur vorkommende Pilzgifte, die in Getreide und Mais vorkommen können. Wie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in einer Aussendung mitteilte, wurde in Niedersachsen bereits der größte Teil der betroffenen Ware sichergestellt und die Verfolgung der bereits zu Futtermittel verarbeiteten Rohstoffe eingeleitet. Nach Erkenntnissen der Behörden gingen nicht nur Lieferungen an Landwirte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, sondern auch an Betriebe in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie in den Niederlanden.

Bereits im Herbst des Vorjahres gingen Warnungen über erhöhte Aflatoxin-Werte in Futtermais aus verschiedenen EU-Staaten ein, heißt es vonseiten des BMELV. Daraufhin habe man im Oktober bereits die Länderbehörden und Wirtschaftsverbände hingewiesen und um erhöhte Wachsamkeit gebeten.

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will die Tierfutter-Kontrollen nun verschärfen. Die Kosten dafür sollen auf die Hersteller umgelegt werden, da deren Kontrollen gänzlich versagt hätten, so Aigner.

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