Importstopp für ausländisches Fleisch?

“Land schafft Verbindung” schlägt einen Importstopp für ausländisches Fleisch vor, um die heimische Landwirtschaft zu fördern.

Die als Bauernprotest gegründete Bewegung „Land schafft Verbindung“ (LsV) könnte demnächst aktiv in der Politik mitmischen. „Es ist eine Überlegung wert, aus der Bewegung eine Partei zu machen. Die Idee ist im Raum“, sagte LsV-Sprecher Henning Stegeman zur „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Man sei für eine andere Art der Politik auf die Straße gegangen in den vergangenen Monaten und habe dafür sehr viel Zustimmung erhalten. „Viele begrüßen das und sagen uns: ,Macht das, wir brauchen euch in der Politik'“, so Stegemann weiter. Ein weiteres Anliegen der Bewegung ist die Förderung der deutschen Landwirtschaft durch die Bundesregierung, etwa durch den Importstopp von Fleisch aus dem Ausland.

Bewegung gegen Lieferboykotte

Den etablierten Parteien kündigte der LsV-Sprecher an, den Bauernprotest gerade nach Verabschiedung von schärferen Düngeregeln durch den Bundesrat fortführen zu wollen. „Das war die klare Ansage von der Politik an Bauern: Ihr seid uns egal.“ Daran würden sich die Landwirte erinnern, wenn Regierungen auf Bauern angewiesen seien. „Da ist jetzt Schluss mit Kuschelkurs“, warnte Stegeman. Er sprach sich aber dagegen aus, aus Protest Lieferboykotte zu starten oder Milch wegzukippen, wie es einzelne Landwirte nach dem Bundesratsbeschluss getan haben.

Nur noch Fleisch aus Deutschland?

Stegeman forderte zudem, die Bauern in Deutschland besser vor ausländischer Konkurrenz zu schützen: „Wir fordern den Stopp von Fleischimporten. So kann die heimische Landwirtschaft bestehen.” Er sprach sich für spezielle Programme „für deutsche Lebensmittel“ aus, an denen sich Landwirte dann beteiligen könnten.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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