Herkunftsbezeichnung von Eiern in Nudeln und Kuchen

Österreichischer Landwirtschaftskammer-Präsident fordert Herkunftsnachweis auf Verarbeitungsprodukten.

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich (LK), Hermann Schultes, hat sich erneut für die Kennzeichnung der Herkunft von etwa in Nudeln oder Kuchen verarbeiteten Eiern ausgesprochen. Auch die Haltungsform der Hühner soll für die Konsumenten ersichtlich sein.

Der Grund: Gerade Billigprodukte enthalten oft Eipulver und Flüssigei aus aller Welt – zum Beispiel aus China – aus Haltungsformen, die in der EU verboten sind. Schultes will damit gegen die Verbrauchertäuschung ankämpfen. „Während die sogenannten Schaleneier zum größten Teil aus ausgestalteten Käfigen innerhalb der EU stammen, handelt es sich bei Eipulver und Flüssigei um Produkte aus der bei uns verbotenen Käfigproduktion aus aller Welt“, zitiert der Nachrichtendienst aiz den LK-Präsidenten.

Eine Kennzeichnungspflicht würde auch Hersteller dazu bringen, mehr Eier von heimischen Produzenten zu verarbeiten. Denn die Umstellung bei den Eiern im Handel habe gezeigt, dass bei klarer Kennzeichnung die Entscheidung der Verbraucher deutlich zugunsten heimischer Qualität ausfalle, so Schultes. Bei verarbeiteten Produkten bestehe diese Wahlmöglichkeit derzeit jedoch überwiegend nicht.

Die Kennzeichnung soll laut Schultes auch für öffentliche Verpflegungseinrichtungen, wie Kantinen und Krankenhäuser, verpflichtend sein.

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