Grüne Woche 2016: Gefährdete Rinderrassen, Biervielfalt und mehr

Am 15. Januar startet in Berlin bereits zum 90. Mal die Internationale Grüne Woche, der Branchen- und Verbrauchertreff im Jubiläumsjahr.

Auf der kommenden Internationalen Grünen Woche (IGW) wird für Fachpublikum und Verbraucher einerseits Traditionelles ins Bewusstsein gerufen und andererseits auf den Lifestyle des modernen Verbrauchers geschaut. Ein umfangreiches Rahmenprogramm rundet die in den Hallen präsentierte Vielfalt ab.

Regionale Rinderrassen stark gefährdet
Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Rinderrassen (GEH) stellt in der Tierhalle 25 alpenländisches Braunvieh, Glanrinder im Mittelgebirge sowie Deutsche Schwarzbunte Niederrungsrinder, die vor allem in den Küstenregionen beheimatet sind, in den Fokus. Man will damit auf die akute Bedrohung der alten Rinderrassen hinweisen. Insgesamt stehen heute 14 Rinderrassen auf der Roten Liste. „Sie alle verkörpern den Rindertyp, der über Jahrtausende das Überleben der Menschheit gesichert hat“, so die GEH.

Verbraucher werden auf Bio-Entdeckungstour geschickt
In der Bio-Halle 1.2 b erfahren Besucher mit allen Sinnen, was Bio besonders auf dem Acker und im Stall auszeichnet, wie Bio-Brot gebacken, Haferflocken gepresst oder Bio-Käse hergestellt wird. Bio-Landwirte, -Produzenten und -Händler stehen dabei Rede und Antwort. Konsumenten erfahren unter anderem, wie man bei Bio-Landwirtschaft Pflanzenschutz betreibt, was Artenvielfalt und Biodynamik bedeuten und wie Essen und Trinken der Zukunft aussehen werden.

Deutsche Biervielfalt im Jubiläumsjahr
Nicht nur die IGW feiert 2016 ein Jubiläum, sondern auch die deutschen Bierbrauer. Denn das Reinheitsgebot wird 500 Jahre alt. In einer Gemeinschaftsausstellung zeigen die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Brauer-Bundes alles über eines der Lieblingsgetränke der Bundesbürger. Auf der Sonderfläche in der ProBier-Markthalle 12 vermittelt eine beeindruckende Bierflaschenwand die Vielfalt deutscher Braukunst. Die Messebesucher können eine Auswahl der riesigen Markenvielfalt ausprobieren. In der Halle 22b dreht sich alles um bayerisches Bier. Denn in Bayern ist am 23. April 1516 von den Herzögen Wilhelm IV. und Ludwig X. ausgerufen worden, dass Bier nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe enthalten dar. Bundesweit gilt das Reinheitsgebot übrigens erst seit 1906.

Neben den traditionellen Länderhallen sind weitere Schwerpunkte „Landwirtschaft als Rohstofflieferant“, das 8. „Global Forum Agriculture and Food“ und die 2. „Angus-Jungrinder-Bundesschau“. Auch die Jagd findet wieder ihren Platz. Partnerland ist diesmal Marokko. Die Grüne Woche dauert bis einschließlich 24. Januar.

Alle Infos finden Sie auf www.gruenewoche.de.

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