Grüne lassen untersuchen: Kleinere Felder gegen Artensterben?

Nach einer von der Grünen-Bundestagsfraktion in Auftrag gegebenen Untersuchung fordert die Partei kleinteilige Feldbewirtschaftung.

Das Artensterben könnte sich mit einer anderen Art der Feldbewirtschaftung stoppen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Untersuchung des Göttinger Agrarökologen Teja Tscharntke im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion, das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Wissenschaftler: Kleinteilige Agrarstruktur gut für Biodiversität

Prof. Tscharntke kommt zu dem Schluss, dass eine vielfältige und kleinteilige Agrarstruktur eine „bislang deutlich unterschätzte Bedeutung für die Biodiversität“ habe. Die Art und Weise der Flächennutzung sei der Schlüssel zur Wiederherstellung der Biodiversität in großem Maßstab, schreibt der Wissenschaftler. Kleinere Felder und vielfältige Kulturen auf den Äckern seien entscheidend. Er schlägt ein Feldermosaik vor, bei dem die Größe des einzelnen Ackers deutlich unter sechs Hektar liegt. 

Grüne fordern Nachbesserung der EU-Agrarförderungen

Die Grünen fordern nun Nachbesserungen bei der künftigen Ausgestaltung der EU-Agrargelder. Grünen-Agrarpolitiker Friedrich Ostendorff schlägt die gezielte Honorierung „einer kleinteiligen Bewirtschaftung und bäuerlichen Erzeugung“ vor. Fraktionskollege Harald Ebener verwies darauf, dass die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe insgesamt zurückgehe. Diejenigen, die weitermachten, bewirtschafteten häufig „Riesenäcker“ mit wenig Lebensraum für Insekten oder Vögel. „Wer das Insektensterben und Vogelsterben vor allem in Agrarlandschaften stoppen will, muss daher auch das Höfesterben und die damit einhergehende Strukturverarmung angehen“, so Ebener.

Foto: Fotoart-Weeber/pixabay.com (Symbolbild)

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