Greenpeace gegen Lidl: Discounterfleisch mit Parolen beklebt

Bundesweit überklebten Umweltaktivisten Lidl-Fleisch der Initiative Tierwohl mit Warnhinweisen.

Greenpeace-Aktivisten haben am Samstag bei Lidl verschiedenes Fleisch der Eigenmarke „Landjunker“ mit  grellgelben Aufklebern versehen. Auf den Warnhinweisen war zu lesen: „Mit Tierleid“ und „Mit Antibiotika“. Bundesweit wurden die Aufkleber in 56 Städten angebracht.

Für Discounter-Billigfleisch würden Tiere millionenfach in deutschen Ställen leiden, rechtfertigt Greenpeace die Aktion in einer Pressemitteilung. Desweiteren kritisiert die Organisation, dass „zu viel Gülle unser Trinkwasser verschmutzt“. Der hohe Einsatz von Antibiotika sorge für immer mehr multiresistente Keime in der Umwelt, so Greenpeace.

Greenpeace kritisiert „Initiative Tierwohl“

Auch von Fleisch, das die Kennzeichnung „Initiative Tierwohl“ trägt, ließen sich die Aktivisten offenbar nicht beeindrucken. Greenpeace-Landwirtschaftssprecherin Christiane Huxdorff wirft Lidl vor, dass das Label die Verbraucher in die Irre führe. Nur ein Bruchteil der Produkte stamme wirklich aus besserer Haltung, weiß Huxdorff. Lidl müsse seinen Kunden insgesamt besseres Fleisch garantieren oder über die wahre Herkunft aufklären. Greenpeace beruft sich auf ein selbst in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten, laut dem die konventionelle Schweinemast gegen das Tierschutzgesetz und somit gegen die deutsche Verfassung verstoße.

 

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