Glyphosat: Absatz gestiegen, aber kein Höchstwert

Laut BVL ist der Absatz von Glyphosat 2017 im Vergleich zu 2016 gestiegen. Im Zehnjahresvergleich bedeutet der Verkauf im vergangenen Jahr allerdings keinen Höchstwert.

Der Absatz des Wirkstoffs Glyphosat, der auch zur Herstellung des Pflanzenschutzmittels Roundup verwendet wird, ist im vergangenen Jahr gegenüber 2016 gestiegen. Das geht aus der aktuellen Erhebung “Inlandsabsatz und Export von Pflanzenschutzmitteln“ des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hervor. Demnach wurden 2017 4.694 Tonnen an sogenannten Organophosphor-Herbiziden abgesetzt. Aus chemischer Sicht, zählen dazu zwar auch andere Herbizide. Nach Angaben des BVL wird seit 2016 aber nur Glyphosat verwendet.

Absatz von Glyphosat erreicht 2017 keinen Höchstwert

Hersteller, die zur jährlichen Meldung verpflichtet sind, haben 2017 in Deutschland insgesamt 4.700 Tonnen Glyphosat verkauft. Das sind 900 Tonnen mehr als im Jahr 2016. Allerdings hat der Absatz 2016 mit 3.800 Tonnen den niedrigsten Wert seit 2003 erreicht. Im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren liegt 2017 auf Platz sieben beim Glyphosat-Absatz. Der Absatz der Unkrautvernichter ist vor allem vom Wetter abhängig.

Verkauf von Fungiziden ebenfalls gestiegen

Laut dem BVL-Bericht ist auch der Absatz von Fungiziden gestiegen. 2017 haben Hersteller 1.126 Tonnen der Wirkstoffe zur Pilzbekämpfung mehr verkauft als 2016. Das bedeutet einen Anstieg von 6,6 Prozent.

Bei den sogenannten inerten Gasen meldet das BVL hingegen einen Rückgang. Diese werden zur Bekämpfung von Insekten und Milben in Getreidelagern benötigt. Dabei ist der Absatz um 943 Tonnen oder 6,4 Prozent gesunken. Im Vergleich zu 2014 ist der Absatz 2017 allerdings um 2,6 Prozent gestiegen.

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