Gewässerrandstreifen steigern Biomasse der Insekten erheblich

Forscher haben in einem Projekt festgestellt, dass Gewässerrandstreifen nicht nur dem Erosionsschutz dienen, sondern die Insektenbiomasse um über 40 Prozent steigern.

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) untersucht in einem Projekt die Auswirkung von Gewässerrandstreifen auf die Artenvielfalt und zieht eine positive Zwischenbilanz: Sie erhöhen lokal sowohl die Biomasse der Insekten – also das Gesamtgewicht aller Tiere – als auch die Vielfalt an Arten.

Schmetterlinge profitieren am meisten von Gewässerrandstreifen

Im Vergleich zu Flächen ohne Gewässerrandstreifen konnten durchschnittlich 40 Prozent mehr Insektenbiomasse und eine um 16 Prozent höhere Artenvielfalt erfasst werden. Besonders stark profitieren Schmetterlinge. Sie konnten ihre Artenvielfalt um 45 Prozent erhöhen. Die Beibehaltung oder die Neuanlage von Grünstreifen entlang eines Gewässers bietet laut der Forscher somit die Möglichkeit, die Biotopfunktion entlang von Gewässern zu stärken.

Artenvielfalt, Erosionsschutz und Biodiversität

Die LfL analysiert in dem bis Ende Juli 2022 angelegten Forschungsprojekt die Wirkung von sogenannten Agrarumweltmaßnahmen auf Insekten. Ziel ist es, in ackerbaulich geprägten Gebieten die Bedeutung von Gewässerrandstreifen an kleinen Fließgewässern für die Insektenfauna festzustellen. Die Ergebnisse sollen mögliche Synergieeffekte zwischen Gewässerschutz, Erosionsschutz und dem Schutz der Biodiversität aufzeigen. In einem weiteren Schritt werden auf Basis dieser Fakten die aus Insektensicht optimalen Gewässerrandstreifen abgeleitet.

Das Projekt wird vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium (StMELF) und vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanziert.

Foto: LfL Bayern

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