Bei Brut-Eiern kann jetzt das Geschlecht bestimmt werden

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt: „Einstieg in den Ausstieg aus dem Kükentöten“

In einer Brüterei im ostfriesischen Großenkneten wurde vergangene Woche erstmals eine praxisnahe Möglichkeit zur Geschlechterbestimmung bei Brut-Eiern präsentiert. Dabei wird dem Ei mittels einer feinen Injektionsnadel Flüssigkeit entnommen, anhand derer mit einem Marker das Geschlecht des künftigen Kükens bestimmt werden kann.

In aktuellen Versuchsreihen der Universität Leipzig liegt die Genauigkeit der Bestimmung des Geschlechts bereits sehr hoch und erreicht mindestens die in der Praxis geforderten 95 Prozent. Das endokrinologische Verfahren hat somit das Potenzial, in den nächsten Jahren die Praxis des Tötens von männlichen Legehennenküken zu überwinden.

„Ich freue mich sehr, dass wir in Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen.“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bei der Präsentation. „Unserem Ziel, das Töten männlicher Küken zu beenden, sind wir somit einen entscheidenden Schritt näher kommen.“, so der Minister. Hier werde von allen Beteiligten Pionierarbeit im Sinne des Tierwohls und des Tierschutzes geleistet – das sei der Einstieg in den Ausstieg!

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