„Generation Selfie“ interessiert sich sehr wohl für Landwirtschaft und Natur

Über 80 Prozent der im Rahmen einer Studie befragten Schüler wünschen sich, dass ihnen Landwirte ihre Arbeit erklären.

Jugendliche interessieren sich für Natur und Landwirtschaft. Entgegen des herrschenden Vorurteils ergab das eine aktuelle Untersuchung. Der Studie „Fokus Naturbildung“ zufolge wissen die Heranwachsenden genau, was sie sich vom ländlichen Umfeld erwarten. Vor allem Freiheit (74 %) und Abenteuer (71 %), aber auch Stille (53 %) und Gesundheit (42 %) verbinden junge Menschen mit Natur. Dort suchen sie Spaß und Action sowie einen Ausgleich zum Schulalltag (je 74 %).

Wald und Bauernhof erkunden

Eine überwältigende Mehrheit der Befragten möchte bei Schulbesuchen im Wald (77 %) oder auf dem Bauernhof (82 %), dass ihnen dort Menschen ihre Arbeit zeigen und erklären. Sie fänden es zudem interessant, selbst Hand anzulegen (je 71 %). Und fast 80 Prozent sind überzeugt, dass die Landwirtschaft wichtig für die Pflege und den Erhalt von Natur und Landschaft ist. Ebenfalls 80 Prozent sind der Meinung, dass die wirtschaftliche Nutzung den Wäldern nicht schadet.

Die Studie wurde von information.medien.agrar (i.m.a), dem Deutschen Jagdverband (DJV) und von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) beim ECOLOG Institut in Auftrag gegeben. Befragt wurden 1.002 Kinder im Alter zwischen 12 und 15 Jahren.

Die Vereine erwarten sich von dem Ergebnis eine Chance für außerschulische Lernangebote. Die positive Haltung von Kindern und Jugendlichen gegenüber Natur, Landwirtschaft und im Besonderen dem Wald könnte zum Erwerb von Kompetenzen für nachhaltiges Handeln genutzt werden, so die Initiatoren der Studie.

Alle Ergebnisse und Infografiken können auf der Internetseite der SDW abgerufen werden.

 

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