Falschmeldungen über Schweinekrankheit sorgen für Aufsehen

Afrikanische Schweinepest im Vormarsch, ISN dementiert Meldungen zum Ausbruch der Aujeszkyschen Krankheit.

Obwohl die Afrikanische Schweinepest (ASP) in den Medien derzeit keine große Resonanz erfährt, breitet sie sich noch immer aus. Gerade in baltischen Ländern und in Polen sei sie ungebremst im Vormarsch, wie der Thüringer Bauernverband mitteilt. Das Thüringer Gesundheitsministerium hat jetzt eine Arbeitsgruppe ASP einberufen. Aufgabe der AG ist es, Konzepte zur Bekämpfung, Entsorgung und Öffentlichkeitsarbeit zu erstellen.

Angst vor weiterer meldepflichtiger Krankheit

Während die Behörden damit beschäftigt sind, die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest so weit als möglich einzudämmen, kursierten in den vergangenen Tagen Gerüchte über den Ausbruch der sogenannten Aujeszkyschen Krankheit (AK). Verschiedenen Meldungen zufolge sei der Erreger bei Wildschweinen im Landkreis Vechta festgestellt worden. Nach Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), kam es zwar zu einer Auffälligkeit bei Wildschweinen, aber nicht in Vechta, sondern in Lohne in der Grafschaft Bentheim. Dass dort bei sechs Tieren der AK-Erreger festgestellt worden sei, stimme auch nicht, so die ISN. Es sei lediglich ein Antikörperbefund aufgefallen. Die ISN stellte das in Absprache mit dem Kreisveterinäramt Vechte richtig.

Trotzdem ist Vorsicht geboten

Die ISN mahnt dennoch zur Vorsicht:  Für die Aujeszkysche Krankheit seien unbedingt, wie bei der Afrikanischen Schweinepest und anderen Seuchenerregern, die bekannten Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Die Symptome ähneln denen der Tollwut, deshalb wird die Krankheit auch Pseudowut genannt. Sie ist für Menschen ungefährlich. Für die meisten Säugetiere – insbesondere auch Hunde und Katzen –  endet sie jedoch tödlich. Aufgrund der schnellen Inkubationszeit von 24 Stunden bis zu drei Tagen ist sie als meldepflichtig eingestuft. Die Krankheit kann bei einem Erregerbefall in einem Schweinebetrieb schwere wirtschaftliche Schäden verursachen, darunter bis zu 90 % Verluste bei Saugferkeln, Wachstumsstillstand bei Absetzern, fieberhafte Erkrankungen in der Mast und Aborte bei tragenden Sauen.

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