EU-Kommission fördert europäischen Proteinanbau

Die EU-Kommission will mit einem Plan den Anbau von Proteinpflanzen, wie Soja und Leguminosen, in Europa fördern.

Die EU-Kommission hat Ende November in Wien ihren Bericht zum „EU-Proteinplan 2018“ an den Europäischen Rat und das EU-Parlament vorgestellt. Der Plan gibt fünf Empfehlungen zur Unterstützung der Erzeugung und Verwendung von in der EU erzeugtem pflanzlichem Protein insbesondere aus Leguminosen:

  1. Nutzung der Instrumente der Gemeinsamen Agrarpolitik, um Landwirte im Anbau zu unterstützen.
  2. Wettbewerbsfähigkeit durch weitere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben verbessern.
  3. Marktanalyse und -transparenz durch neue Tools verbessern.
  4. Vorteile für Ernährung, Gesundheit, Klima und Umwelt promoten.
  5. Wissenstransfer in die Praxis und die Wertschöpfungsketten verbessern

UFOP begrüßt Protein-Plan der EU-Kommission

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) begrüßt den Plan, fordert aber gleichzeitig auch, dass dieser praktisch umgesetzt wird. “Die Empfehlungen für Körnerleguminosen und heimisch angebautes Soja geht in die richtige Richtung”, so ein UFOP-Sprecher. Insbesondere begrüße man, dass im Bericht der Kommission die Rolle von Rapsfuttermitteln als derzeit wichtigste heimische Eiweißquelle hervorgehoben wird. Auch, dass die Ölgewinnung innerhalb der EU gefördert wird, erhofft sich die UFOP.

Sojaanbau in Europa kommt Klimaschutz zugute

Sojaschrot ist ein wichtiger Bestandteil in Futtermitteln. Wenn in Europa mehr Soja angebaut wird, kommt das dem Klimaschutz zugute. Denn 80 Prozent des in Deutschland verwendeten Sojas stammt aus Südamerika. Es hat durch die langen Transportwege einen schlechten ökologischen Fingerabdruck. Dazu kommt, dass in Südamerika für den Sojaanbau Regenwälder abgeholzt werden. Auch in der menschlichen Ernährung liegt es im Trend.

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