Energieerzeugung: Heizen mit Kuhmilch

Ein Allgäuer Landwirt heizt mit der Abwärme der Kuhmilch aus seinem Stall – Energieerzeugung als effektive Alternative zu Öl und Hackschnitzel.

Biogas, Photovoltaik und vereinzelt sogar Windenergie: Landwirte nutzen verstärkt eigene Quellen für die Energieerzeugung für den Betrieb und das Wohnhaus. Ein Allgäuer Landwirt setzt auf Wärme aus der eigenen Kuhmilch.

Wärmepumpe entzieht Milch die Wärme

Wie das Internetportal allgaeu.life berichtet, entzieht der Landwirt Markus Böckler mithilfe einer Wärmepumpe der frisch gemolkenen Milch die Wärme. Diese wird an die Heizung abgegeben. Der Milchviehhalter spart laut allgaeu.life nicht nur Stromkosten, er kann sogar komplett auf die Kühlungsanlage verzichten.

Alternative Energieerzeugung

Nachdem Böckler über eine Alternative zur ausgedienten Ölheizung nachdachte, kam er auf die Idee, die Abwärme der Milch zu nutzen. Eine Hackschnitzelheizung kam nicht in Frage, weil im Betrieb zu wenig Holz anfällt. Auch fehlender Lagerplatz spielte eine Rolle, schreibt allgaeu.life weiter. Das Kemptener Amt für Landwirtschaft verwies ihn nach einem Beratungsgespräch an Arwego, das auf die effiziente Nutzung von Energie in der Landwirtschaft spezialisiert ist. Das Allgäuer Unternehmen entwickelte das Wärmepumpensystem, das Milchkühlung und Hausheizung kombiniert.

Förderung durch die BLE

Unternehmensangaben zufolge lässt sich aus einem Liter Kuhmilch 30 Watt Strom produzieren. Die Abwärme der Milch von Böcklers 100 Kühen reicht laut allgaeu.life allerdings nicht, um den ganzen Bedarf zu decken. Um autark Wärme erzeugen zu können, hat er in seiner neuen Maschinenhalle Wärmekollektoren im Boden verlegen lassen. Investiert hat der Landwirt laut dem Internetportal einen fünfstelligen Betrag, wobei 20 bis 30 Prozent durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert wurden.

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