Digitalisierung: Union plant Online-Agrarplattform

Die Unionsfraktion will die Digitalisierung vorantreiben und eine digitale Plattform für Landwirte entwickeln. Auch der 5G-Ausbau soll Betrieben helfen, alle Möglichkeiten zu nutzen.

Die Unionsfraktion aus CDU und CSU hat angekündigt, im Rahmen eines Forschungsprojektes eine digitale Agrarplattform zu erarbeiten und so die Digitalisierung zu forcieren. Diese soll einerseits die Vernetzung der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft gewährleisten und andererseits als zentrale Schnittstelle Dienstleistungen für alle Landwirte zur Verfügung stellen.

Investition in Digitalisierung der Landwirtschaft

15 Millionen Euro sind derzeit im Bundeshaushalt für die Digitalisierung der Landwirtschaft vorgesehen. Ein Teil soll in dem Projekt Verwendung finden. Albert Stegemann, agrarpolitischer Sprecher der Union, sieht die Investition in die digitale Zukunft gut angelegt: „Mit dem Antrag geben wir unserer Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner Rückenwind, die in ihrem Ministerium bereits seit Amtsantritt einen besonderen Schwerpunkt auf die Digitalisierung in der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft setzt“. Der Antrag wird nun zur weiteren inhaltlichen Beratung in die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Landwirte sollen von 5G profitieren

Einen weiteren Schwerpunkt legt die Union auf die mobile Digitalisierung. In ländlichen Regionen will die Fraktion den 5G-Ausbau vorantreiben. Die Parteien sehen in der Digitalisierung große Chancen für die Landwirtschaft, die im Endeffekt auch den Verbrauchern zugute kommt, und nennen Beispiele: Landwirte können über digitale Sensorik die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Tiere automatisch messen. Der nächste Schritt ist dann ganz gezielt zu füttern oder einzugreifen, wenn etwas nicht stimmt. Das verbessert das Tierwohl und reduziert auch den Einsatz von Medikamenten. Ackerbauern haben die Möglichkeit, mithilfe digitaler Sensoren zu messen, in welchem gesundheitlichen Zustand sogar einzelne Pflanzen sind. Wasser, Dünger und Pflanzenschutzmittel können dann punktgenau und damit besonders sparsam und nachhaltig eingesetzt werden.

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