Diese Tiere reißt der Luchs

Im Laufe der vergangenen 20 Jahre hat sich der Luchs wieder in Deutschland angesiedelt. Doch wie gefährlich ist die Raubkatze?

Seit etwa Anfang 1990 (mit Fall des Eisernen Vorhanges) ist der Luchs wieder in Deutschland heimisch, eingewandert aus Tschechien und Polen. Lange war es ruhig um die Katze. In den vergangenen Wochen kam es vor allem in Süddeutschland zu Rissen, die dem Luchs zugeschrieben werden.

Erst im April dieses Jahres wurde im Schwarzwald bei Freiburg wieder der erste Luchs in der Region gesichtet. Im Juni lief ein zweiter in eine Wärmebildkamera. Ende Juli dann der Verdacht: Ein gerissenes Schaf wurde einem Luchs zugeordnet. „Luchse reißen weder Schafe noch Kälber“, sagte Markus Ellinger vom NABU Bayern, der sich als Ranger intensiv mit den Tieren beschäftigt. „Ins Beuteschema passen zum Beispiel Rehe“, so Ellinger weiter. Doch der Naturschützer gesteht auch ein, dass, wenn die Raubkatzen keine typische Beute zur Verfügung haben, schonmal etwas Untypisches angreifen.

Wie erkennt man einen Luchsriss?
Ein Luchs tötet seine Beute durch einen Kehlbiss. Diese Merkmal weist auch das Schaf im Schwarzwald auf. Obwohl das nicht das einzige Kennzeichen ist. Auch Abdrücke der typischen spitzen Eckzähne auf dem gerissenen Tier sind ein Merkmal. Wenn die Katze gestört wird und ihr Opfer nicht verschleppt, lässt sie es völlig unverletzt liegen. Vereinzelt können am Körper des Kadavers Kratzspuren sichtbar sein. Diese sieht man aber nur, wenn man die Haut abzieht.

Wie erkennt man eine Luchsspur?
Im Gegensatz zum Fuchs, der in einer geraden Linie läuft, bewegt sich der Luchs etwas schräg. Der Schrittabstand ist ähnlich dem von Schwarzwild und es sind keine Krallenabdrücke, wie etwa beim Wolf, beim Fuchs oder auch bei einem Hund, sichtbar.

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