Dialog zur Artenvielfalt in der Agrarlandschaft

Forschungsprojekt als Ansatz für den Dialog zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.

Vergangenen Donnerstag war „Tag des Artenschutzes“ – seit 1973 immer am 3. März. Grund genug für den Deutschen Bauernverband (DBV) und die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz (MOSt) sich dieses Jahr die Frage zu stellen, wie sich Landwirtschaft und Artenschutz ergänzen können.

Antworten auf die Frage, wie Landwirte aktiv auf Feldern, Wiesen und Weiden Artenvielfalt erhalten und fördern können, werden im Verbundvorhaben F.R.A.N.Z. (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft) gesucht.

Landwirte werden eingebunden

Das Demonstrations- und Dialogprojekt entwickelt und erprobt auf zehn landwirtschaftlichen Demonstrationsbetrieben im gesamten Bundesgebiet praxistaugliche und wirtschaftlich tragfähige Naturschutzmaßnahmen. Der Dialog steht dabei im Mittelpunkt. „Unsere Stiftung hat F.R.A.N.Z. initiiert, um über den Dialog und die enge Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz tragfähige und nachhaltige Lösungen für den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft zu verwirklichen.“ Die Lösungen sollen in die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik und die länderspezifischen Agrarumweltprogramme einfließen.“ DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken: „Mit dem Projekt werden die Landwirte eng in die Maßnahmenumsetzung eingebunden.“ Das sei eine wichtige Voraussetzung, um Natur- und Artenschutz erfolgreich umzusetzen und die Wirtschaftlichkeit der Nutzung nicht zu beeinträchtigen. Dabei gehe es vor allem auch darum, Hemmnisse für bereits bestehende Naturschutzmaßnahmen in Förderprogrammen zu identifizieren und auszuräumen. Das Projekt sei auch dazu gedacht, die Maßnahmen stärker in die Breite zu bringen.

Den aktuellen Stand identifizieren

Im ersten Anbaujahr werden auf bis zu 5 Prozent der Betriebsflächen sowohl effektive Basismaßnahmen, wie z. B. Blühstreifen und Brachflächen, als auch innovative Naturschutzmaßnahmen, wie Feldlerchenfenster mit Erbsen, umgesetzt. Für die bereits in den Landesprogrammen verankerten Maßnahmen sollen Verbesserungen in der Förderung und der Ausgestaltung umgesetzt werden, um eine stärkere Akzeptanz und breitere Anwendung der Maßnahmen zu fördern. Hierfür wird untersucht, welche Faktoren Landwirte bisher von der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen abhalten und wie der ordnungs- und förderrechtliche Rahmen weiterentwickelt werden sollte. In den Folgejahren wird die Maßnahmenfläche auf bis zu 10 Prozent der Betriebsfläche erweitert. Dabei werden sukzessive weitere innovative Maßnahmen umgesetzt, mit dem Ziel, diese in den Landesprogrammen zu verankern.

Die Förderung des Projekts erfolgt mit Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank, mit besonderer Unterstützung des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums.

Informationen zum Projekt:
www.franz-projekt.de

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