Der Preis der artgerechten Haltung

Von Gewöhnung kann niemand sprechen, wenn zu Ferienbeginn die Spritpreise steigen, aber man erwartet sie bereits regelmäßig. Verblüffender sind da doch die steigenden Eierpreise vor Ostern.

In diesem Fall scheinen ausnahmsweise keine Feiertage an der Preiserhöhung Schuld zu sein, vielmehr ist es der Wunsch nach artgerechter Haltung. Von langer Hand vorbereitet trat die Regelung zur Abschaffung von Käfighaltung am 1. Januar 2012 in Kraft. Obwohl Länder wie Deutschland diese anrollende Regelung schon seit zwei Jahren selbst umgesetzt hat, haben andere nicht mitgezogen. Die Folge: Klagen gegen säumige EU-Mitglieder wegen Vertragsverletzung.

Ende Dezember letzten Jahres kostete ein Ei der Klasse A und Größe M im Schnitt 11 Cent, drei Monate später liegt der Durchschnitt bei über 14 Cent. Betrachtet man die Entwicklung der Preise der letzten Monate, scheint der Trend klar: Es geht aufwärts. Inzwischen wird jedoch die Hoffnung laut, dass der Höhepunkt im nächsten Monat vorläufig erreicht sein wird. Eine gute Nachricht für viele, fing doch neuerdings bereits eine Gemeinde in Frankreich an, neuen Einwohnern je zwei Legehennen zu schenken, um auf das reduzierte Eierangebot am Markt reagieren zu können.

Produzenten von Eiern und Halter der Legehennen müssen viel mitmachen, können jedoch auch davon profitieren. Auf gruuna.com existiert natürlich auch eine Vorlage für Eier, die Kunden das Verkaufen oder Suchen erleichtert, da unter anderem die Haltungsform angegeben werden kann. Somit können Händler und Produzenten zeitnah auf den Markt reagieren und dabei ihre Angebote und Gesuche attraktiv und interessant gestalten – sowohl bei Eiern als auch bei Legehennen.