Der künstliche Fingerabdruck

Immer wieder hört man auch in der Landwirtschaft von Diebstählen. Diesel wird aus Maschinen abgelassen, Traktoren verschwinden, Batterien werden ausgebaut und sogar ganze Photovoltaikmodule fehlen.

Die neue Methode zur Abschreckung von Dieben kommt aus dem Labor. Künstliche, jeweils einzigartige DNA wird hergestellt und als Flüssigkeit in kleinen Fläschchen abgefüllt. Diese Markierung ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen, wird aber unter UV-Licht sichtbar. Zusätzlich werden sogenannte Mikropunkte unter die Substanz gemischt, auf die die Seriennummer des “Fingerabdrucks” eingelasert wurde. Im Labor kann die Markierung nach dem gleichen Verfahren wie bei menschlichen DNS-Proben ausgelesen und zugeordnet werden.

Wird das Mittel also auf einen Traktor aufgetragen und dieser gestohlen, kann er immer wieder seinem Eigentümer zugeordnet werden. Die Landwirte, die diese Methode zur Prävention nutzen, stellen große Schilder auf und kleben Sticker an Frontscheiben und Gehäuse. Es wird darauf hingewiesen, dass Maschinen und Geräte markiert sind und die Polizei ein besonderes Augenmerk auf sie hat.

So baut die Markierung einen Zeitdruck für Diebe auf und schreckt ab. Das Weiterverkaufen gestaltet sich schwieriger und generell überlegen sich Langfinger wohl zweimal, ob sie ein markiertes Gerät stehlen oder nicht. Weiterhin ist die “künstliche DNA” recht preisgünstig, wobei Landwirte, die Mitglieder im Landesbauernverband sind, zusätzlich von Rabatten profitieren. Die Anschaffung ist billiger als eine neue Tankfüllung und an teurem Wachschutz kann gespart werden.

Was halten Sie davon? Oder haben Sie bereits Erfahrung mit dieser Methode?

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