DBV befürwortet neue Gentechnik

Die deutschen Bauernverbände sprechen sich für neue Züchtungsmethoden aus, lehnen aber weiterhin Biopatente ab.

Genmanipulation und grüne Gentechnik sind nachwievor umstritten. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat jetzt seine Position zur Einordnung der neuen Methoden in der Pflanzenzüchtung konkretisiert. Die Präsidenten der 18 Landesbauernverbände haben einstimmig eine Stellungnahme verabschiedet. Demnach können Züchtungstechniken wie CRISPR/CAS-9 mit dem bestehenden Gentechnikrecht nicht sinnvoll geregelt werden.

Gezieltere Züchtungen

Mit den neuen Methoden zur Veränderung der DNA von Kulturpflanzen kann die züchterische Bearbeitung gezielter und präziser vorgenommen werden, als mit vielen der bisher angewendeten. Der DBV unterstreicht den schnelleren Zuchtfortschritt der neuen Techniken. Aufgrund der genaueren Möglichkeiten ist nach Auffassung des Bauernverbandes das bestehende Gentechnikrecht auf diese Methoden nicht anwendbar. Transgene Techniken, also die Verwendung artfremder Gene, hingegen bleibe eine gentechnische Veränderung im bisherigen Sinn, lenkt der DBV-Verbandsrat in der Erklärung ein.

Keine Patente auf Tiere und Pflanzen

Die Erteilung von Patenten auf Tiere und Pflanzen lehnt der DBV weiterhin ab. Dies gelte auch und insbesondere im Zusammenhang mit den neuen Züchtungsmethoden. Der Verbandsrat unterstreicht, dass Biopatente den Sortenschutz als das derzeitige System zum Schutz des geistigen Eigentums aushebeln. Der Bauernverband fordert die Beibehaltung des Züchterprivilegs und damit den freien Zugang für Züchter und Landwirte zu den vorhandenen genetischen Ressourcen.

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