Das Marketing-Minimumgesetz

Warum bei vielen Agrarproduzenten der Ertrag nicht durch die Produktion begrenzt ist!

In der ein oder anderen Form kennen Sie alle das Ertragsgesetz, auch das Minimumgesetz genannt. Der berühmte deutsche Agrarwissenschaftler und Chemiker Justus von Liebig stellte Mitte des 19. Jahrhunderts einmal fest, dass der Ertrag auf einem Feld nur so hoch sein kann, wie es der am wenigsten vorhandene Nährstoff zulässt.

Das ist ein bisschen wie mit dem schwächsten Glied in einer Kette. Um das Wachstum einer Pflanze zu hemmen, reicht es, wenn es teilweise an nur einem Nährstoff im Boden mangelt.

Das war damals, vor gut 150 Jahren, eine große Hilfe für viele Landwirte, die so noch nie über den Wachstumsprozess ihrer Pflanzen nachgedacht hatten. Dank Liebigs Prinzip konnten viele ihren Ertrag massiv steigern, indem sie ihren Böden gezielt mit Dünger und Fruchtfolgenwechsel aufwerteten. So verhalf ihnen der agrarwissenschaftliche Fortschritt zu höheren Erträgen und Gewinnen.

Das moderne Minimumgesetz

Übertragen wir das Konzept einfach in die Gegenwart. Auch heute verpassen viele Agrarproduzenten höhere Gewinne, weil es ihren Betrieben an einer Ressource mangelt. Doch es fehlt nicht mehr reines landwirtschaftliches Know-How oder der ein oder andere Nährstoff! Jahrhunderte intensiven agragwissenschaftlichen Fortschritts haben dafür gesorgt, dass zumindest in Zentraleuropa das Potential der reinen Produktion annähernd ausgeschöpft sind.

Heute sind es fehlende Geschäfts- und Vermarktungsideen, die viele Landwirte erheblich einschränken. Für die große Mehrzahl agragwirtschaftlicher Betriebe gilt: Sie könnten deutlich höhere Gewinne erzielen, wenn sie ein bisschen mehr Energie in ihr Marketing investieren würden; wenn sie ihren Vertrieb straffen würden; wenn sie eine professionelle Preispolitik hätten; und so weiter.

Auch hier greift eine Form des Minimumgesetzes. Ohne ein funktionierendes Marketing wird der Gewinn eines Betriebs nie über einen gewissen Grenzwert hinausgehen. Oder, um zu unserer Analogie zurückzukehren: Es ist der fehlende Nährstoff Marketing, der das bestmögliche Wachstum Ihres Betriebs hemmt.

Die Grenzen Ihres Betriebs liegen nicht mehr nur auf Ihrem Feld

Natürlich sollte jeder Landwirt auch weiterhin versuchen, den Ertrag seiner Felder zu optimieren. Aber die wirklich großen Sprünge in Sachen Ertragssteigerung passieren heute im Büro, im Internet und im direkten Kundenkontakt.

Was meinen Sie? Glauben Sie, Ihr Betrieb könnte von einem professionelleren Marketing nachhaltig profitieren? Was für ein Konzept könnten Sie sich vorstellen?

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