CSU-Politiker wirbt für TTIP

Am Rande von Demonstrationen und Debatten gegen TTIP erklärte der CSU-Politiker und Abgeordnete der Europäischen Volkspartei (EVP) im EU-Parlament Albert Deß nun, welche Vorteile das Freihandelsabkommen für Europa hätte.

Landwirtschaftliche Verbände und Umweltorganisationen sind sich in diesem Fall mal einig: Ein Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada braucht man nicht. Der EU-Abgeordnete Albert Deß sieht aber auch Chancen für die europäische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft.

„Das TTIP-Abkommen kann für beide Seiten Vorteile bringen. Einerseits bietet TTIP gute Absatzmöglichkeiten für deutsche und europäische Lebensmittel auf dem kaufkräftigen US-Markt, andererseits kann die USA wichtige Rohstoffe liefern, die gerade für die europäische Landwirtschaft vor allem im Futtermittelsektor sehr wichtig sind“, so Deß. Das Handelsabkommen sei ein wichtiger Schritt, um die transatlantischen Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern zum Nutzen aller zu intensivieren. Die USA sei ein bedeutender Handelspartner für die EU. Gerade im Hinblick auf die wirtschaftliche Krise in China und den Importstopp für europäische Agrarprodukte nach Russland werde deutlich, wie wichtig stabile Absatzmärkte seien, ist der Politiker vom Sinn eines Freihandelsabkommens überzeugt.

Deß sieht beim Export in die USA vor allem die hohen Zölle bei Milchprodukten, verarbeitetem Fleisch, Wein und Olivenöl als Barriere. „Unsere qualitativ hochwertigen Nahrungsmittel genießen in den USA einen guten Ruf.“, so der EU-Abgeordnete. Ob die USA die einseitigen Wünsche akzeptieren, bleibt vorerst offen, denn der Politiker macht sich doch auch Sorgen um die europäischen Produkte. Der Agrarschutz für heimische Produkte müsse erhalten bleiben. Hormonfleisch und Chlorhähnchen zum Beispiel dürfe die EU nicht akzeptieren, so Deß. Das EU-Biosiegel hingegen solle von den USA aber anerkannt werden.

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